2021/22
My Generation
In diesem Wintersemester wurde sich im Fotografie-Seminar mit der Generation der jetzt Anfang_Zwanzig_Jährigen beschäftigt. Diese Generation wird das Jahrhundert maßgeblich gestalten und mit den Gegebenheiten und dem Erbe der vorherigen Generationen umgehen müssen.
Wer sind die Protagonisten, wie sehen sie aus, gibt es Utopien, wie ist der Stand der Dinge in Gesellschaft und Natur, welche Rolle spielt Globalisierung, ist Einsamkeit ein Problem, gibt es ein Zusammengehörigkeitsgefühl, welche Auswirkungen hat eine parallele, virtuelle Realität, welche Rolle spielt die Selbstdarstellung, die Öberfläche, welche Ängste - welche Hoffnungen gibt es….
Hierzu wurden visuelle Geschichten erarbeitet, jeweils zu einem oder mehreren Aspekten die den Studierenden wichtig erscheinen.
Ich bin zu müde um schlafen zu gehen
Paula Donath
Wie definiert man den Begriff der Generation? Was verbindet eine Generation außerhalb des Jahrgangs? Erinnerungen, Erfahrungen, Interessen, Lebensrealitäten.
Diese Arbeit gibt auf drei verschiedenen Ebenen Einblicke in meine Generation. Die Ebene der Kindheit und Jugend ruft Erinnerungen hervor und verbindet durch das Vergangene. Die Ebene der Gegenwart zeigt alltägliche Begegnungen und lässt einen spüren, wie uns unsere aktuelle Realität prägt. Die Ebene der Porträits, der Menschen und deren Gesichter, erwirkt ein Gefühl der Verbundenheit durch das Identifizieren mit anderen Personen derselben Generation.
Das Projekt ist eine große Sammlung. Es riecht nach frisch gemähter Wiese und fühlt sich nach Barfuß im Gras an. Nach Werwolf spielen und Biermische. Nach Kaffee am Morgen und Kochen mit Freunden.

Formfrei
Nicolai Platzen
Die Darstellung von weiblichen Körpern ist seit langem schon auf einem Frauenbild aufgebaut, welches in unserer Generation heute überhaupt nichtmehr aktuell ist/sein sollte. Es wird oft posiert um die sexualisierten, aber allgemein als schön und weiblich geltenden Körperformen zu betonen, oder Attribute wie Zartheit oder Zerbrechlichkeit zu verkörpern. 
Oft gehen schon junge Jugendliche von ganz alleine in diese Posen, weil man es auf social media so sieht und es nur so vorgelebt wird.

Aber wer sagt denn was schön ist? Oder was man auf einem Foto vermeiden soll weil es nicht schön ist?

„formfrei“ ist meine Suche nach einem neuen Blick und einer nicht sexualisierten Darstellungsweise. Der Körper der in seiner Alltäglichkeit, doch eine abstrakte Skulptur sein kann wenn man genau hinguckt und das zulässt was natürlich gegeben ist statt zu versuchen ihm die immer gleiche Form aufzuzwingen.

Ten Essentials
Simon Fuchs

Das Semesterprojekt „10 Essentials“ zeigt Personen einer Generation, mit ihren für sie unverzichtbaren Gegenständen.
Die einzelnen Menschen verkörpern mit ihren „Essentials“ einen Teil ihrer Persönlichkeit und erlauben dem Betrachter so einen kleinen Einblick in ihren Alltag.
Das Hauptaugenmerk des Projekt lag beim Materialismus der gezeigten Generation. Die Fragestellung wie essentiell Gegenstände werden können, galt als Inspiration während des Arbeitsprozesses. Ebenso das YouTube Format des Mode- und Lifestyle Magazins „GQ“. Dieses publiziert seit mehreren Jahren über ihren Kanal Videoproduktionen mit Personen des öffentlichen Lebens, welche ihre „10 Essentials“ vorstellen.

Celine
Maria Rüßmann
ingwerette am KUehlschrank
Jule Philippen
Unsere Generation ist geprägt von Gegensätzen und verschiedenen Ansichten.
Vor allem in den sozialen Netzwerken, aber auch im Alltag ist es selbstverständlich geworden die eigene Meinung öffentlich und ungefragt zu teilen und das Verhalten anderer zu bewerten. Was ist richtig und falsch und darf bzw. kann man das überhaupt bewerten?
Zum Oberthema »My Generation« wird hier diese Thematik mit inszenierten Bildern behandelt. Inspiriert von den Arbeiten des Fotografen Philip-Lorca diCorcia spielen der Einsatz von Licht und Schatten eine zentrale Rolle. Die Betrachter sollen sich selbst eine Meinung zur abgelichteten Szene bilden und vielleicht erkennt man sich sogar selbst in manchen Situationen wieder.
2020/21
Zeit
Im dritten Studienjahr war "Zeit" Thema des Semesters. Die Corona Pandemie erzeugt durch ihre Besonderheit und Andersartigkeit eine besondere Sensibilität für diese Thema. Das Gefühl für Zeit ändert sich, Zeitrythem ändern sich, Zeit wird bewusster und anders erlebt, erfordert teilweise einen neuen Umgang mit der Zeit, Langeweile, FreiZeit, ein mehr auf sich gestellt sein erfordert Zeitmanagement. Es gibt keinen allgemeinen. Zeit-Sinn, darum brachen wir Metaphern und Bilder, die die individuellen Zeitvorstellungen reflektieren. Auch hier haben sich die Studierenden zunächst recherchierend und reflektierend auf das Thema eingelassen und ihre jeweiligen Projekte konzeptionell entwickelt. Die Bandbreite der Projekte erstreckt sich von Erzählungen aus aktuellem Zeit-Gesche-hen, über konzeptionelle Serien, die Zeit-Wahrnehmung untersuchen, bis hin zu Multimediakonzepten, die die Wirkung von Zeit-Zonen, Internet und Webcams auf unsere Wahrneh-mung von Zeit erforschen.​​​​​​​

SKIN
Milena Anders
Die Zeit. Eine kostbare und begrenzte Ressource.
Die Zeit rennt. Und mit ihr rennen wir.
Unser Inneres und unser Äußeres.
Wir entwickeln uns weiter.
Holen zwischendurch Luft.
Der Prozess ist kontinuierlich.
Kontinuierlich aber für jeden von uns begrenzt.
Haut. Makel. Falten. Ein Spiegelbild unserer selbst.
Die Schönheit das Innere nach Außen zu tragen. Einzigartig und ehrlich.

Der Ausdruck der Zeit.
Contradiction of time Ivana Vasevska
Durch das parallele Leben in Deutschland und Mazedonien wollte ich den Widerspruch der Zeit und ihre Wahrnehmung in meiner Heimat im Vergleich mit der Stadt Aachen in Deutschland darstellen.
Die Mischung aus Altem und Neuem ist besonders charakteristisch für die mazedonische Architektur. Das Zentrum der Hauptstadt Skopje ist angefüllt mit Gebäuden, Skulpturen und Konstruktionen, die aus verschiedenen Zeiten stammen und unterschiedliche Stile repräsentieren. Diese Stile haben oft wenig oder gar nichts mit der mazedonischen Tradition und Geschichte zu tun, z.B. neu errichtete barocke Gebäude, die ästhetisch und konzeptionell völlig anders sind als die altmodische brutalistische Architektur. Neue Gebäude werden neben alten Ruinen gebaut. Ein neues Land, das aus alten Steinen gebaut ist.
24/7
Paula Donath
Das Projekt 24/7 ist eine Stellungnahme und Auflehnung gegen sexuelle Belästigung. Eine Sammlung von Fotografien, Storys betroffener Personen und Zitate von Tätern (die Belästigungen, die in dem Buch aufgeführt werden, stammen ausschließlich von Personen männlichen Geschlechts) geben in dieser Arbeit einen Einblick in die Ausmaße und Folgen sexueller Belästigung. Ziel der Publikation ist es, den Austausch über das Thema voranzutreiben und einander stark zu machen. 
Du bist nicht allein.
Night to day
Jaqueline Victoria
Night To Day ist ein Projekt, das die Zeit erforscht. 
Jede Sekunde vergeht und man kann die Zeit nicht zurückdrehen. 
Es ist, als ob die Zeit selbst abläuft, genau wie alles andere im Leben. 
Alle die Fotos wurden über Webcams auf der ganzen Welt zu einem zufälligen Zeitpunkt per Screenshot aufgenommen und chronologisch gepostet. Die Greenwich Mean Time (GMT) wird in diesem Projekt zur Differenzierung der Zeit verwendet.
Hier ist nur ein kleiner Einblick meiner Arbeit über die Zeit. Um das ganze Projekt zu sehen, besuchen Sie bitte meine Website.
desire to focus
Philipp Koronowski
Desire to focus spricht von Sehnsucht. Sehnsucht nach dem Verbleib im Hier und Jetzt, der bedingungslosen Teilnahme und der Kompromisslosigkeit einer defizitären Aufmerksamkeitsstörung. In ihren Bildern spiegeln sich Ängste, Gefühle von Apathie und Resignation wieder. Sie schafft Distanz trotz unmittelbarer Nähe. Desire to focus ist ein künstlerischer Versuch der Selbstakzeptanz und Einordnung in einer schnelllebigen und sich ständig verändernden Gesellschaft.
Desire is focus is balance is
Everything?

Zeitverlauf
Julius Neumann
Das Thema Zeit hat viele Facetten. Zeit ist allgegenwärtig. Zeit hat keine Farbe. Zeit kann man nicht berühren. Zeit ist immer eine Veränderung. Nur durch die Betrachtung von Zeiträumen lässt sich Zeit erkennen und darstellen. Bewegungen und Veränderungen bilden die Zeit sichtbar ab und machen sie messbar. In dieser Arbeit wurde durch Experimente versucht, verschiedene Zeitverläufe auf abstrakte Weise fotografisch festzuhalten. Dafür wurde mit diversen Flüssigkeiten, unterschiedlicher Farben und Viskositäten, unterschiedlichen Bewegungen, Belichtungszeiten und Kompositionen experimentiert. 
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